Ich bin nicht in diese Arbeit hineingewachsen. Ich bin mit ihr auf die Welt gekommen. Die Fähigkeit, Menschen auf einer Ebene zu spüren, die jenseits von Worten liegt — sie war immer da. Lange bevor ich wusste, wie ich sie nennen sollte. Lange bevor ich verstand, dass diese Wahrnehmung nicht selbstverständlich ist — sondern eine Gabe, die Verantwortung trägt.
Aufgewachsen zwischen zwei Kulturen, zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, als mittleres Kind einer jugoslawischen Familie in München — ich habe früh gelernt, was es bedeutet, zwischen Welten zu stehen. Mein blinder Bruder hat mir beigebracht, die Welt durch eine Wahrnehmung zu erleben, die tiefer reicht als das Auge. Nicht Theorie. Sondern die stille Ausbildung, die das Leben selbst gestaltet.
„Mit 16 hatte ich eine Nahtoderfahrung. Mit 19 verlor ich den ersten Menschen, den ich liebte, durch Freitod. Diese Erfahrungen hätten mich brechen können — sie haben mich geformt."
Für meine eigene Heilung fand ich den Weg zur Imaginationstherapie nach C. G. Jung — und erkannte: Das ist es. Nicht Symptome verwalten. Nicht an der Oberfläche arbeiten. Sondern dorthin gehen, wo es wirklich entstanden ist.
Es folgten fünf Jahre tiefenpsychologische Ausbildung, mein Privatstudium bei Ingrid Gartlinger in München, Weiterbildungen in englischem Spiritismus bei Sally Barnes und Libby Clark vom Arthur Findlay College in Essex — und eine lebenslange Vertiefung einer medialen Wahrnehmung, die ich nicht erlernt habe, sondern mit auf die Welt gebracht habe.

